Der Cañón del Río Lobos, ein Riss in Kastilien
Zwischen Soria und Burgos öffnet sich die kastilische Hochebene ohne Vorwarnung zu einem Kalkcanyon, in dem Gänsegeier brüten. Man fährt wenig, geht viel und begegnet selten jemandem.
Ein Einschnitt in der Hochebene
Nichts kündigt ihn an. Man fährt über eine flache, trockene Getreideebene, dann kippt die Straße und der Kalk öffnet sich hundert Meter tief.
Der Naturpark schützt rund zwanzig Kilometer Schlucht. Gänsegeier brüten dort in Kolonien: das ist einer der Gründe, warum manche Abschnitte während der Brutzeit schließen.
Man fährt wenig, man geht viel.
Praktische Hinweise
- Wann hinfahren
- April bis Juni, dann September. Die kastilische Hochebene ist im Winter wie im Hochsommer hart.
- Anfahrt
- Soria 45 Minuten, Burgos anderthalb Stunden, Madrid zweieinhalb.
- Zugang
- Haupteingang bei Ucero, im Süden des Parks. Den Schluchtgrund geht man zu Fuß.
- Im Van schlafen
- Campingplätze in Ucero und San Leonardo de Yagüe. Freies Campen ist im Naturpark verboten.
- Gut zu wissen
- Einige Abschnitte schließen während der Brutzeit der Greifvögel. Vor dem Aufbruch prüfen.
- Zeitbedarf
- Zwei Tage für den Canyon, vier bis sechs mit Soria und der Sierra de Urbión.
Was man nicht verpassen sollte
- 1Die Einsiedelei San BartoloméEine einsame romanische Kapelle im Schluchtgrund, templerischen Ursprungs.
- 2Die Cueva GrandeEine offene Höhle am Fuß der Wand, wenige Minuten vom Hauptweg.
- 3SoriaEine Provinzstadt ohne Massentourismus, dreiviertel Stunden entfernt.
Die Route in Bildern
Die Einsiedelei San Bartolomé am Grund der Schlucht: zwölf romanische Bögen und eine Fensterrose, die lange als Templerwerk galt.
Soria → Burgos
- 1Castillo de Yanguas · Nocedillo
- 2Parque natural del Cañón del Río Lobos · Mirador de la Lastrilla
- 3Mirador del Valladar · Mirador de Peña Valastra
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